Montagsfrage vom 05.09.2016

05 September 2016

Habt ihr ein schlechtes Gewissen gegenüber Protagonisten, wenn die bspw. hungern müssen und ihr nebenher futtert?


Wie mich ein Buch berührt oder nicht, ob ein Protagonist hungert oder z.B. traurig ist, kommt natürlich auch immer ganz darauf an, ob es sich um eine fiktive Geschichte handelt oder nicht.

Auch fiktive Geschichten berühren mich oder machen mich betroffen, wütend, traurig usw. und dass ist auch gut so. Aber ein schlechtes Gewissen, wenn ein Protagonist in einer erfundenen Story verhungert, habe ich definitiv nicht. 

Anders ist meine Lese-Situation natürlich, wenn ich weiß dass es sich um eine reale Geschichte handelt. Ich möchte nicht unbedingt sagen, dass ich dann ein schlechtes Gewissen habe, aber ich werde dadurch angestoßen meine eigenen Handlungen im Alltag zu überdenken, um verantwortungsbewusster zu agieren. Diese Reaktion bzw. Haltung halte ich für absolut gesund und wichtig.

Kommentare:

  1. Hallo Nisnis,
    mir geht es ähnlich. Allerdings habe ich meine Frage noch ein wenig erweitert, nämlich um die Frage, welche Wichtigkeit oder welchen Stellenwert das Essen für uns hat. Meine Antwort findest du auf vielleserin.de.
    Viele Grüße,
    Marie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Marie,

      Dankeschön für deinen Kommentar. Ich schau gern noch einmal bei dir vorbei.

      Liebe Grüße

      Nisnis

      Löschen
  2. Huhu Nisnis,

    das mit den realen Geschichten ist tatsächlich ein Punkt, den ich in meinem Beitrag vergessen zu erwähnen habe. Und das obwohl ich ja auch Sachbücher und Erfahrungsberichte lese.

    Ich reagiere ähnlich wie du auf diese Bücher. Ein schlechtes Gewissen habe ich nicht, aber es regt oft zum Denken an. Ich finde, solche Bücher sollte man auch mit einer gesunden Distanz lesen. Reicht schon, wenn ich bei Filmen immer nah am Wasser gebaut bin ;-)

    Viele liebe Grüße
    Nicole

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Nicole,

      Distanz ist gut. Ich finde es sehr wertvoll, dass Geschichten uns Leser berühren und zum Nachdenken anregen.

      Viele liebe Grüße

      Nisnis

      Löschen
  3. Hallo liebe Nisnis,

    das sehe ich ganz genauso wie Du.
    Ein schlechtes Gewissen habe ich bei fiktiven Geschichten ganz und gar nicht. Bei Biographien und dergleichen denke ich aber oftmals über mein eigenes Handeln nach.

    Liebe Grüße,
    Tanja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da sind wir uns ja mal wieder einig, liebe Tanja.

      Viele Grüße

      Nisnis

      Löschen
  4. Huhu,
    ja, das seh ich auch so. Ich bin ungemein nah am Wasser gebaut und bin meist auch die erste, die am TV mitheult, besonders wenn da jemand heult. Aber irgendwo ist gut.

    Ich finde es besser,an die aktuell dort draußen Hungernden zu denken, als an die fiktiven Protagonisten in einem fiktiven Buch. Und bei realen Begebenheiten, komm ich wieder darauf zurück, das man an die noch Lebenden denken muss.


    Liebe Grüße,
    Linda

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Mieze,

      das hast du nachvollziehbar schön formuliert. Ich bin glücklicherweise nicht nah am Wasser gebaut ;-).

      Viele Grüße

      Nisnis

      Löschen