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Gastrezension - Roman - Montecristo von Martin Suter

03 April 2018

GASTREZENSION

Too big to fail… 

Grandiose Krimispannung auf intellektuell 
hohem Niveau



… und zu brisant, um ans Licht zu kommen. Damit Finanzsysteme ganzer Wirtschaftsräume nicht zusammenbrechen, können systemrelevante Finanzunternehmen niemals pleitegehen. Selbst sie wenn mit undurchsichtigen Finanzprodukten Milliardenbeträge verspekuliert haben.

Vor dieser Kulisse spielt Martin Suters Roman Montecristo, in dem der Protagonist Jonas Brand sich Alexandre Dumas‘ Roman als Inspiration für sein Herzensprojekt genommen hat: „Eigentlich will Jonas Brand nur sein Filmprojekt Montecristo verwirklichen. Doch dann gerät der Journalist in eine Sache, die größer ist als jeder Blockbuster – mit immensen Folgen für unser Finanzsystem.“ (Quelle: Diogenes Verlag)

Roman - Palast der Finsternis von Stefan Bachmann

16 Oktober 2017

Expedition Papillon

Mystisch, geheimnisvoll und literarisch gelungen

Jungakademikerin Anouk und vier weitere Jugendliche erhalten die Einladung, den seit der Französischen Revolution verschütteten Palast der adligen Familie Bessancourt in Paris zu erforschen. 

Als sich die Jugendlichen zum ersten Mal am Flughafen treffen wird deutlich, dass die personelle Zusammensetzung der Gruppe nicht verschiedener hätten sein können. Erste Befindlichkeiten stören die Atmosphäre der Gruppe, bevor sie ohne Sicherheitscheck und Passkontrolle First-Class nach Frankreich fliegen.

Bereits kurz nach dem sie das Palais betreten, das einst als Versteck der Familie Bessancourt erbaut wurde, spüren sie, dass das Experiment unter merkwürdigen Voraussetzungen steht und sie vor dem größten Abenteuer ihres Lebens stehen. Noch können sie die Gefahr nicht erkennen, aber je mehr Türen sie in dem alten Schloss öffnen, umso mehr müssen sie erkennen, dass sie sich tief am Abgrund befinden.

Roman - Museum der Erinnerung von Anna Stothard

16 Juli 2017

All das Zerbrechen

Berührender Roman über verzehrende Schuldgefühle

Zum 20. Jahrestag des Naturkundemuseums, soll die junge Konservatorin Cathy für ihre Forschungsarbeit über Falter ausgezeichnet werden. Das freudige Ereignis rückt jedoch plötzlich in den Schatten, da sie am Morgen ein Päckchen von ihrem Ex-Freund Daniel erhält, deren Inhalt für sie eine Drohung darstellt.

Cathy war vor vier Jahren vor ihm geflüchtet. In LA hatte sie sich dann in Tom verliebt, mit dem sie aus beruflichen Gründen nach Deutschland gegangen ist und an dessen Seite sie sich stets sicher gefühlt hat.

Kurzgeschichte - Die Pension Grillparzer von John Irving

22 Juni 2017

Eine Bärengeschichte

Abenteuerlich bunte Kurzgeschichte von Irvings Garp

John Irvings Garp schrieb in Garp und wie er die Welt sah, als 19-jähriger seine erste Erzählung Die Pension Grillparzer. Irvings Fans erinnern sich gern daran, dass Garp damit das Herz seiner geliebten Helen eroberte, die er später heiratete.

Irving erfüllte sich einen Wunsch, in dem er diese Kurzgeschichte als stand alone veröffentlichte.

In Die Pension Grillparzer lässt Irving es äußerst kurzweilig zugehen. Eine Familie, mit zwei Söhnen und einer Großmutter, reist in die Pension Grillparzer, um sie unter fremdenverkehrstechnischer Sicht zu beurteilen. Vaters Beruf zwar, aber die ganze Familie mit einbezogen, nächtigen sie in der Pension, für die sich der Besitzer ein Sternchen mehr erhofft. Der majestätischen Großmutter ist diese Pension nicht würdig genug und sie fühlt dies bestätigt, als sie nachts Schemen wahrnimmt, von jemanden der auf Händen vor einer Toilette steht.