Autobiographischer Jugendroman - Aus Syrien geflüchtet von Seif Arsalan

07 März 2018

Flucht aus Syrien, ankommen in Deutschland

Informativ und bewegend

Seif ist 20 und lebt seit fast zwei Jahren als Flüchtling in Deutschland. Als 2011 die Unruhen in Syrien entstehen und sich zu einem schrecklichen Krieg ausweiten, ist Seif gerade 14. Das Leben wird täglich gefährlicher. Seine Mutter und er fliehen über die Türkei und Griechenland weiter nach Deutschland.

Die Flucht ist lebensgefährlich und voller schwerer Entscheidungen. Seif muss unglaublich viel Verantwortung tragen, Ängste und Schwierigkeiten bewältigen sowie mit Einsamkeit und Verlust umgehen, bis er schließlich sicher in Deutschland lebt.

Hier beginnt eine Geschichte von Integration und Zukunftsplänen: Seif lernt in kürzester Zeit Deutsch und integriert sich gut in seiner neuen Heimatstadt. Er erfährt Hilfsbereitschaft und Unterstützung, aber wird auch mit Vorbehalten, Ausländerfeindlichkeit und bürokratischen Problemen konfrontiert. (Quelle: Verlag an der Ruhr)
Die K.L.A.R.-reality Reihe des Verlags an der Ruhr veröffentlicht autobiografische Geschichten von Jugendlichen für Jugendliche. Dabei sind die Jungautoren teils mit schweren Einzelschicksalen konfrontiert. Die Reihe wird in der Sekundarstufe als Schulbuchlektüre eingesetzt. Sie zeichnet sich besonders dafür aus, da kurze Kapitel, in große Schrift und eine einfach angewandte Sprache die spannenden Geschichten aus dem Real Life verständlich rüberbringen.

Seif Arsalans Geschichte berührt. Auf leider nur 143 Seiten erzählt er von seiner Familie und Kultur und teils von seinen schwierigen Familienverhältnissen in Syrien. Er schildert wie er den Kriegsbeginn als 14jähriger in Syrien erlebt und empfunden hat und spätestens ab da, können wir behüteten Deutschen kaum die Schrecken gedanklich verarbeiten, die Seif schildert. Letztendlich haben vielschichtige Faktoren dazu geführt, dass sich Seif mit seiner Mutter zur Flucht entschieden hat und doch war es in erster Linie die politische Verfolgung des Bruders, die plötzlich ein lebensgefährliches Risiko für die Familie darstellte. Mit nur geringen finanziellen Mitteln begaben sich Mutter und Sohn auf die Flucht. Sie flüchten von der Türkei aus über Griechenland, wo mehrere Fluchtversuche übers Meer scheiterten. Sie waren menschenunwürdigen Situationen ausgesetzt und standen immer wieder vor großen Entscheidungen, die ihr zukünftiges Leben beeinflussen würden.

Seif Arsalan beschreibt seine emotionalen Entscheidungsfindungen, die er auf der Flucht oftmals allein treffen musste, sehr eindrücklich. Es berührt sehr zu lesen, was sich in seinem jungen Kopf abgespielt hat, vor allem da nicht jede Entscheidung vernünftig erschien. Zudem ist es beeindruckend wie er, in Deutschland angekommen, die bürokratischen Hürden besiegte. Sein Ehrgeiz die deutsche Sprache schnellst möglichst zu erlernen hat ihm viele Türen geöffnet. Er hat früh erkannt, dass er sich über die Sprache am ehesten integrieren kann.

In seinem kleinen Buch beschreibt er immer wieder die Hilfsbereitschaft, die ihm viele Menschen entgegengebracht haben und er wertschätzt jeden Strohhalm, den man ihm entgegengehalten hat. Das hat ihn unglaublich bestärkt, das in der Türkei erfolgreich absolvierte Abitur, das in Deutschland nicht anerkannt wurde, in Deutschland zu wiederholen. Die Idee zum Buch war früh da und es sollte eine Überraschung für seine Mutter sein. Sie darf sehr stolz sein, auf ihren Sohn, und ich bin mir sicher, dass Seifs Geschichte nicht nur eine interessante und spannende Real Life-Geschichte für jugendliche Schüler ist, sondern unglaublich viel dazu beitragen kann, dass auf Schulhöfen und in unserer Gesellschaft das Verständnis füreinander wächst und bestärkt wird.

Ich wünsche Seif, dass er seine ehrgeizigen, beruflichen Ziele erreicht und zukünftig gut mit seinen Erinnerungen leben kann.

Seif Arsalan ist mit seiner Mutter aus Syrien geflüchtet. Er erzählt eindrücklich und berührend von seiner Flucht und von seiner ehrgeizigen Integration in Deutschland. Aus Syrien geflüchtet ist nicht nur eine interessante und spannende Real Life-Geschichte für jugendliche Schülerinnen und Schüler. Sie kann unglaublich viel dazu beitragen, dass auf Schulhöfen und in unserer Gesellschaft das Verständnis füreinander wächst und bestärkt wird.

©nisnis-buecherliebe.de



Autor: Seif Arsalan / Annette Weber (Hg.)

Erscheinungsdatum Erstausgabe: 01.02.2018

Aktuelle Ausgabe: 01.02.2018


Sprache: Deutsch

Kommentare:

  1. Liebe Anja,
    ich freue mich zu sehen, dass du dieses Buch gelesen hast! Es liegt auch schon auf meinem Leseplan für den nächsten Monat. Bin schon sehr gespannt darauf, wie der junge Mann seine Erlebnisse schildert. Ich bin sehr traurig, dass dieser Krieg in Syrien nun schon in das siebte Jahr geht und immer noch kein Ende in Sicht ist. :-(
    Es wäre schön, wir müssten keine Erlebnisberichte mehr über solche Fluchten lesen. Doch solange es sie gibt, sollten sie verbreit werden und aufklären.
    GlG vom monerl

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    1. Liebe Monerl,

      und es macht mich so unfassbar wütend. Es fühlt sich einfach weiterhin so an, als würde die ganze Welt zusehen.

      Ich hätte mir eine viel detaillierte Erzählung von Seif Arsalan gewünscht, weil ich ihm einfach sehr gern durch sein Leben gefolgt bin. Aber ich mir sicher, Seif wird einen guten Weg in die Zukunft finden.

      Ich freue mich dann auf deine Besprechung.

      Liebe Grüße

      Anja

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  2. Liebe Anja,
    vielen lieben Dank für deine schöne Rezi! Ich werde mir das Buch mal merken, denn die Thematik interessiert mich.

    LG Tanja

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    1. Liebe Tanja,

      fein, wenn ich dich mit dieser Rezension etwas neugierig auf den autobiografischen Roman machen konnte.

      Viele Grüße

      Anja

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  3. Hey Anja,

    danke für deine tolle Rezension!
    Das Buch liegt bei mir auf dem SuB und wird bald gelesen. Ich bin schon sehr gespannt darauf, was er berichtet. Wobei ich da schon einen gewissen Kloß im Bauch hab, wenn ich daran denke, dass ich es lesen werde.
    Es ist so schrecklich, was die armen Menschen mitmachen müssen.

    Hab einen tollen Abend.

    Ganz lieben Gruß
    Steffi von angeltearz liest

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    1. Liebe Steffi,

      vielen Dank. Ich nehme das Gelesene immer sehr bewusst auf und so wird dieses Büchlein noch ein paar Spuren in meinem Herzen hinterlassen.

      Ich freue mich auf deine Besprechung.

      Liebe Grüße

      Anja

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  4. Guten Abend liebe Anja,
    ein sehr interessantes Buch, alleine schon da dieses Thema total aktuell ist.
    Ich werde es mir auf jeden Fall merken, alleine schon um das Leben des jungen Mannes mal aus seiner Sicht zu lesen. Es ist eine Sicht, die nicht durch Medien "manipuliert" wurde.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Liebe Andrea,

      das ist auch der Grund, warum ich immer wieder Bücher lese, die sich in irgendeiner Weise mit der Thematik Nahost, Nahost-Konflikt und den schicksalsträchtigen Menschenleben beschäftigt. Ein Autobiografischer Roman ist natürlich die beste Möglichkeit, einmal die Perspektive zu wechseln, um zu verstehen.

      Es freut mich, wenn ich dich etwas neugierig machen konnte.

      Liebe Grüße

      Anja

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  5. Eine schöne Rezension, vielen Dank dafür.

    Ich teile seit Januar 2016 mein Haus und mein Leben mit syrischen Flüchtlingen, ich kenne viele Geschichten aus 1. Hand und ich kann mir vorstellen, was Seif alles erlebt hat.

    LG Babsi

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    1. Liebe Babsi,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Ich finde es großartig und respektvoll, dass du dein Haus mit geflüchteten Syrern teilst. Und ich finde es so wichtig, dass wir aus unserer Komfortzone herauskommen und uns zumindest anständig informieren, bevor dieses typisch deutsche Schubladendenken Oberhand gewinnt. Ich persönlich möchte immer gern verstehen und Seif Buch hat mir ein Stück weit geholfen.

      Ich wünsche dir eine gute Zeit.

      Herzliche Grüße

      Anja

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    2. Es gibt da noch ein paar gute Bücher, die die Problematik beschreiben.

      Der Krieg, der vielen Müttern ihre Söhne nimmt, hat mir einen Sohn geschenkt. Der wichtigste Mensch in meinem Leben ist syrischer Herkunft. ♥

      LG Babsi

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    3. Danke, Babsi. Die Bücher werde ich mir gern näher anschauen.

      Viele Grüße

      Anja

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  6. Es braucht solche Berichte aus erster Hand, um aus einem anonymen politischen Ereignis und der unbekannten Masse von Flüchtlingen wegzukommen und zu begreifen, dass dahinter jede Menge Einzelschicksale stecken, die einen berühren. Der junge Autor scheint ein starker Mensch mit viel Ehrgeiz und einem festen Willen zu sein - Respekt!
    Vielen Dank, dass Du uns dieses Buch vorgestellt hast.
    LG Gabi

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    1. Liebe Gabi,

      genau das hat mir so unglaublich gut gefallen, dass Seif Arsalan ein so ehrgeiziger Mensch ist, trotz der Hürden, die er auch in Deutschland erleben musste. Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns mit den Schicksalen dieser Menschen befassen, denn ich kann es gar nicht leiden, wenn man man Flüchtlinge grundsätzlich in eine Schublade packt, aus der sie nicht mehr herauskommen. Es ärgert mich, wie viele Menschen negativ auf diese Problematik reagieren, ohne auch nur eine Ahnung zu haben, warum sich die Menschen auf die Flucht begeben.

      Liebe Grüße

      Anja

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    2. Das Problem ist, dass die meisten Menschen lieber ÜBER die Flüchtlinge reden als MIT ihnen zu reden. Wenn die Schicksale nicht mehr aus der Zeitung oder dem Internet kommen, sondern der Mensch vor einem steht, der das erlebt hat, dann kann man doch gar nicht mehr negativ eingestellt sein.

      So etwas wünscht man doch seinen eigenen Kindern nicht, warum lässt es uns kalt, wenn andere Mütter ihre Kinder in ein sicheres Land schicken, damit sie den Hauch einer Chance haben diesen Krieg zu überleben??

      Ich habe viele Flüchtlings"geschichten" gehört und bei jeder hat es mir das Herz gebrochen. Sie sind ja nicht mal einfach über die Balkanroute marschiert und haben dabei ein Lied gesungen - sie haben im Meer Familienangehörige sterben sehen, sind selbst evtl. gerade so noch davongekommen .... und hier, wo sie nix anderes wollen als in Frieden und Sicherheit leben, werden sie angefeindet.

      Würden wir das unseren Kindern wünschen??

      LG Babsi

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    3. Liebe Babsi,

      du hast ja in jedem deiner Sätze so recht. Ich persönlich beiße mir immer wieder die Zähne dabei aus, über eben diese Problematik, Dramaturgie und über die Schicksale der Menschen zu diskutieren. Aber ernsthaft diskutieren kann man nur, wenn man sich der vielschichtigen Problematik angenommen hat. Wenn man eben nicht nur mit diesem unsinnigen und, sorry, dummen Geschwätz mit der Masse mitschwimmt, sondern sich auch mit den traurigen und erschreckenden Schicksalen der Menschen befasst hat. Im Bekanntenkreis sind es Väter und Mütter, die so engstirnig und einbahnstraßenmäßig darüber diskutieren wollen. Väter und Mütter, die die Liebe zu ihren Kindern an erste Stelle stellen, aber die Schicksale der Flüchtlinge nicht sachlich betrachten können. Wie du schon schreibst, kann man das einem Kind wünschen bzw. kann man das Leid dieser Menschen wegdenken? In mir brodelt eine unbändige Wut darüber. Man sollte nur dort diskutieren, wo man verstanden wird.

      Liebe Grüße

      Anja

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    4. Ich habe aufgehört, mit dummen Menschen über diese Thematik zu diskutieren.

      Auf Facebook habe ich alle aus meiner Freundesliste geworfen, die auch nur ansatzweise gegen Flüchtlinge sind. Mit solchen Menschen möchte ich keine Informationen teilen, auch, wenn es sich nur um ein Foto meines Mittagessens handeln würde. :-) Meine echten Freunde ticken Gott sei Dank genau so wie ich.

      Mein Leben ist seit 2016 manchmal mehr arabisch als deutsch und ich bin sehr emotional, was dieses Thema betrifft. Ich werde zur Löwenmutter, wenn jemand etwas dummes gegen/über "meine" Syrer sagt.

      Aber ja - man sollte nur dort diskutieren, wo man verstanden wird. Alles andere ist sowieso nur verschleuderte Energie.

      LG Babsi - شكرا :-)

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    5. Ich habe immer das Gefühl, ich muss, nein ich will, aufklären bei solchen Gesprächen. Ich habe so viel gelesen und ich kenne ins besondere die arabische Kultur durch zahlreiche Reisen sehr, sehr gut. Mein letztes Gespräch, hier zuhause, war echt alles andere als schön. Traurig und enttäuscht bin ich.

      Ich muss mir meinen Gerechtigkeitssinn etwas taktvoller platzieren ;-).

      Sei besonders lieb gegrüßt und lieben Dank, dass du diesem Beitrag mit Interesse verfolgst.

      Liebe Grüße

      Anja

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    6. Ich habe im letzten Jahr auf Facebook so viel Zeit vergeudet, Aufklärung betreiben zu wollen. Wer das Thema positiv betrachtet, der muss nicht aufgeklärt werden, wer es negativ betrachtet, will meistens gar nicht aufgeklärt werden.

      Innerhalb meiner Familie werde ich verstanden, mein Freundeskreis versteht nicht alles, respektiert es aber was ich tue - alles andere ist (mir) unwichtig.

      Liebe Grüße zurück und ich freue mich immer, wenn ich Gleichgesinnte finde, mit denen man sich austauschen kann.

      LG Babsi

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    7. Respekt und andere Meinungen zu respektieren fehlt so vielen Menschen.

      Ja, das ist fein ;-).

      Ich wünsche dir eine wundervolle Zukunft, mit all den Dingen, die dir am Herzen liegen.

      Anja

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    8. Hallo Ihr Beiden,

      es gibt ein Buch, das ganz gut zu dem passt, was Ihr schreibt. Ich selber habe es noch nicht gelesen, will es aber balt tun. "Hass ist keine Meinung" von Renate Künast. https://blogger.randomhouse.de/bloggerportal/site/title/528844.html
      Sie reist durch Deutschland, zu den Menschen, die so einen Scheiß auf FB und co posten und redet mit ihnen darüber.

      Ich muss sagen, ich bin leider nicht gut im Aufklären, weil ich dabei schnell emotional werde. Ich bin dann immer so fassungslos, dass mir nur einfällt: Ist nicht ein Ernst?! Und dann dreh ich mich rum und geh.

      Dabei dachte ich erst letztens, gerade jetzt ist es so wichtig, darüber zu reden. Leute, denen man es nie zutrauen würde, wählen die AfD. ._.
      Aber in dem Zusammenhang muss ich auch sagen, ich verstehe die Politiker nicht. Statt aufzuklären mischen sie die Stimmung nur auf. Gerade heute früh im Radio: Seehofer will wieder stärker die Grenzen kontrollieren. Was vermittelt er damit: Wir werden von außen bedroht. Wir müssen uns von außen schützen.
      Als ob die Terroristen an die Tür klopfen würden! Es sind doch nicht die Flüchtlinge, die von außen kommen, die eine Terrorgefahr mit sich bringen. Es sind Menschen, die hier aufgewachsen sind und von den Islamisten geködert werden.

      Argh!

      LG
      Petrissa

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    9. Liebe Petrissa,

      ich danke dir für die Buchempfehlung. Die Emotionalität in jedwede Richtung zu dieser Thematik ist nur schwierig auszuhalten. Ich habe es vor kurzem in unserem Hause erlebt, obwohl ich schon ein talent habe sachlich zu bleiben und eher dahin diskutiere, die unterschiedlichen Meinungen zu respektieren. Das war ein Hammer Erlebnis, dass ich nie mehr vergessen werde.

      Mir war es zum Beispiel wichtig, dass unser Sohn, so jung er war, mit mir in eine Flüchtlingsunterkunft gefahren ist, um dann auch ihn vernünftig aufklären zu können. Die meisten Menschen möchten aber nicht aufgeklärt werden, sie haben nur Dollarzeichen in den Augen und bewegen sich egoistisch durchs Leben, während sie bekunden ihre Kinder zu lieben und dabei die Kinder der Flüchtlinge vergessen.

      Ich bin ebenso fassungslos, dass man die Problematik weltweit nicht vernünftig anpackt.

      Liebe Grüße

      Anja

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    10. Hallo Petrissa,

      vielen Dank für die Buchempfehlung, ich habe es auf meine Merkliste beim Bloggerportal gesetzt, da ich gerade noch in anderen Büchern stecke. Aber die Thematik interessiert mich natürlich brennend.

      Ja, es wählen Menschen AfD, von denen man es nie im Leben für möglich gehalten hätte, auch wenn es bei einigen nur Protest ist (was es ja nicht besser macht, im Gegenteil).

      Ich hatte Leute auf meiner Freundesliste bei Facebook, von denen ich nie im Leben gedacht hätte, dass sie sooooo rechts sind. Aber woher soll man das auch wissen. Wir leben in einem Land, in dem Milch und Honig fließt und solange ihnen niemand den Honig abspenstig macht, brauchen sie auch nicht aus ihren Löchern zu kriechen. Ich bekomme einen Hass, wenn ich sehe, wie jetzt für die Obdachlosen und die Armen unseres Landes auf die Barrikaden gegangen wird - ansonsten hat sich doch keine Sau für diese Menschen interessiert, aber jetzt..... Ich hab mal jemandem geschrieben er soll doch nicht auf Facebook das Maul so weit aufreißen sondern in die nächste Suppenküchen gehen und dort Essen verteilen. Ja das, das will natürlich niemand.

      Hach ja, sehr emotionales Thema.

      LG Babsi

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  7. Liebe Anja,

    auch bei mir steht es auf der Leseliste.
    Ich habe in der letzten Zeit ja öfter Bücher über die Diktaturen in Syrien und Iran gelesen, wie es jeweils anfing und Du hast recht, wir können uns das kaum vorstellen. Um so wichtiger finde ich es gerade zur Zeit, darüber zu reden, zu reden, zu reden.
    Dieses Gemecker hier in Deutschland/Europa geht mir so was von auf die Nerven. Und dann wählen diese Schwachköpfe auch noch die Afd. Die müssten alle runter nach Syrien und dort mal ein paar Wochen diese Angst und den Schrecken erleben. Du merkst schon, mich macht das unglaublich wütend.

    Ja, echt schade, dass das Buch so dünn ist. Aber vielleicht erreicht man so eine breitere Masse. Keine Ahnung.
    Nach Deiner rezi freu ich mich jedenfalls noch mehr auf das Buch.

    Liebe Grüße
    Petrissa

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    1. Liebe Petrissa,

      ich bin ebenso wütend, über die Art und Weise, wie viele Menschen die Flüchtlingsthematik behandelt, ohne auch nur annähern eine Ahnung zu haben, warum diese Menschen flüchten mussten. Man muss dabei einfach differenzieren, aber viele diskutieren lieber, ohne dass sie wirklich wissen, was in diesen Ländern vor sich geht.

      Liebe Grüße

      Anja

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