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Roman - Das Mädchen mit dem Fingerhut von Michael Köhlmeier

02 Mai 2016


Überleben, als Kind, allein.

Yiza ist noch klein.

Sie nennt sich Yiza, doch wie sie wirklich heißt, weiß sie nicht. Wo sie sich befindet, weiß sie nicht, auch nicht, woher sie kommt.

Sie ist allein.

Spricht jemand von Polizei, weiß sie dass sie schreien und davon laufen muss.

Yiza hat Hunger. 
Und, sie hat Angst. Und, sie friert bitterlich.

Sachbuch - Gastrezension von Lienz - "15 sein - Was Jugendliche heute wirklich denken" von Melanie Mühl

15 April 2016

Alles bleibt gleich – nur anders

http://www.hanser-literaturverlage.de/buch/fuenfzehn-sein/978-3-446-25068-0/Facebook? Ist längst tot, da sind ja die Eltern, und die stören nur. Bikini Bridge? Cool, aber gefährlich. Das schlimmste Selfie? Ist das „Aftersex-Selfie“. Melanie Mühl wollte wissen, wie Jugendliche ticken. Sie hat mit ihnen gesprochen, gemailt und über WhatsApp kommuniziert. Und die Jugendlichen haben aus ihrem Leben berichtet. Offen, überraschend, berührend. Wie sie sich gegen Mobbing wehren. Was ihnen Liebe, Sex und Freundschaft wirklich bedeuten. Wovon sie träumen. Es sind ihre Geschichten, die hier erzählt werden.

In einem Satz:

Bravo, YouTube und die Stars der Teenies – top Aufklärung für die (Ä)Elter(e)n 

Mit diesem Buch gelingt Melanie Mühl ein umfassender Blick auf die Teenager im Jahr 2015. Die Aktualität besteht sicher seit 2010 und wird sich nach meiner Einschätzung über 2020 hinaus halten.

Ausgehend von dem Eindruck der „Alten“, will sagen, der Elterngeneration, widerlegt die Autorin viele falsche Vorstellungen.

Roman - Gastrezension von Lienz - Das Mädchen mit dem Fingerhut von Michael Köhlmeier

29 März 2016

Jede Mutter liebt ihr Kind. Jedes Kind kennt seinen Namen. 
Wirklich?

Wie sie der Kälte strotzt

Das Mädchen mit dem Fingerhut hat keine Mutter, keinen Namen. Irgendwann von einem Erwachsenen gefragt, wie es denn hieße, nennt es sich Yiza. Das könnte usbekisch sein – so der Autor in einem Interview mit der Zeitung „Neue Presse“. Eine englischsprachige Erklärung des Wortes habe ich finden können, und sie beschreibt meines Erachtens sehr schön, worum es Michael Köhlmeier in diesem sehr besonderen Roman geht. Yiza bedeutet danach einen Daseinszustand (http://yiza.meaningdef.com/).

Yiza ist sechs Jahre alt, sie kommt nirgendwo her und gehört nirgendwo hin. Sie ist einfach da. Wo sie ist, kann sie ebenso wenig sagen. Für den Leser, der Yizas Weg als ergriffener Beobachter folgt, zeigt sich rasch, dass es eine Stadt in der EU sein muss. Eine Stadt, in der der Winter eisig ist.

Kriminalroman - Sonnenbraut von Christian David

16 März 2015

Ein Thriller der Meisterklasse

Die Spur führt zurück. Nach dem katastrophalen Ende der Geiselnahme, in die Major Belonoz auf bizarre Weise verwickelt wird, ist er überzeugt, dass ihn diese Ermittlungen in die Vergangenheit führen werden – auch in seine eigene.

Der Psychiater, in dessen Praxis die Geiselnahme stattfand, wird ermordet aufgefunden. Er ist das erste einer Reihe von männlichen Opfern, die, so hat es den Anschein, einer Art grausamen Ritual folgend getötet werden. 

Thriller - Als auf der Welt das Licht ausging von Tom Demarco

14 Januar 2015


Als auf der Welt das Licht ausging, erlosch das Glühen meines üblichen Lesegenusses

Total guter Dinge und völlig motiviert  begann ich mit dem Lesen des 652-Seiten-starken Buches. Der Klappentext klang so wunderbar vielversprechend. Endlich mal eine Geschichte mit echtem Potenzial, endlich ein „anderes“ Weltuntergangsszenario“. Keine grenzenlosen Verwüstungen durch Atombomben und nukleare Raketen, keine verstrahlten Äcker, keine Toten soweit das Auge reicht.

Auf Seite 361 habe ich das Buch enttäuscht beendet. Ich war nicht mehr bereit mich durch endlos langatmige und langweilige Seiten zu lesen.