Kriminalroman - Im Namen der Venus von Natalie Mesensky

10 Dezember 2015

Ein Krimi-Debüt mit Tempo. Archäologie, Esoterik und Spannung, ein guter, empfehlenswerter Mix

Als ein Toter mit einer steinzeitlichen Venusfigur in der Hand aufgefunden wird, engagiert  das Bundeskriminalamt die Archäologin Dr. Anna Grass als Beraterin. Kurze Zeit später geschieht ein weiterer Mord, dieses Mal sieht die Inszenierung nach einem keltischen Ritual aus.

Anna macht sich auf die Suche nach den Wahrheiten und gerät zunehmend in Gefahr. Als sie sich emotional auf einen Verdächtigen einlässt, steht sie plötzlich zwischen zwei Fronten.
Im Namen der Venus startet rasant. Sofort kann ich in die Geschichte abtauchen und werde bis zu Letzt sehr spannend unterhalten. Die Struktur dieses Kriminalromans ist genial aufgebaut und alles was ich als Archäologie-Laie über Epochen und Rituale für diesen Krimi wissen muss, wird mir hier maßvoll und interessant präsentiert, ganz ohne ein Gefühl von „too much“.

Die Charaktere sind sehr feingliedrig geschaffen und sie überzeugen. Alle Figuren besitzen eine eigene kleine Geschichte und sie sind mit Ecken und Kanten gut versorgt. Das macht die Charaktere sehr interessant und authentisch.

Anna, eher nüchtern und natürlich, niemals gut genug für ihre Eltern gediehen, steht mit beiden Beinen im Leben und hat klare Ziele vor Augen. Sie scheut sich nicht vor Konflikten mit ihrer Familie und ihren Freunden und so kommt es immer wieder zu knackigen Dialogen. Als Anna in ein Schlosshotel eingeladen wird, in dem Esoterik und Schamanismus Tagesgeschäft sind, wird es unheimlich, denn weder die Schlossherrin noch ihr Partner sind leicht zu durchschauen.
Die beiden ermittelnden Beamten sind ein spezielles Duett. Der eine, eher  ein fieser Chef und der andere, der es ihm niemals recht machen kann. Einige Stellen waren sehr zum Schmunzeln.
Das Lokalkolorit aus Wien ist taktvoll und punktuell eingesetzt. Manch ein Wort, immer maßvoll eingesetzt, ist im Wiener Dialekt geschrieben.
Das Ende ist temporeich und bis dahin hatte ich mir fast meinen Kopf zergrübelt, wer hier Täter oder Opfer sein könnte. Für die Vergabe von 5 Bewertungssternen fehlte mir noch ein gewisses Etwas, aber ich bin schon sehr neugierig auf ein nächstes Buch von Natalie Mesensky.
Ein Krimi-Debüt mit Tempo. Archäologie, Esoterik und Spannung, ein guter, empfehlenswerter Mix.

Erscheinungsdatum Erstausgabe : 05.08.2015
Aktuelle Ausgabe : 05.08.2015
Verlag : Gmeiner-Verlag
ISBN: 9783839217252
Flexibler Einband 287 Seiten


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